Speed Show

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Aram Barthol showed internet art in an internet café at Kottbusser Damm in Berlin. The concept is simple: Rent all computers and set the homepage on each computer to one of the featured art projects. For convenience distribute sheets with artist info and an exhibition map (most internet café have xerox machines and the workstations have numbers). Cheap wine and beer for the opening can be bought directly from the counter. As a side effect two cultures and very different urban communities is are brought together – after all this is not St. Oberholz where the frontal lobe of the digital bohème resides in a latte machiato rich bring-your-own-laptop-environment.

The way the staff at Kottbusser Damm 103 adjusted to the new clientele was the an art experience in itself. Of course the internet art was great too. Here are some links:

Dragan Espenschied / Education of the Noobz

Tobias Leingruber / Webmarker

Johannes P Osterhoff / Fakebook
Constant Dullart / Nervous News

Untitled (Tempelhof)


vimeo Untitled

Recorded at Tempelhof Airport – until recently the airport closest to the city center of Berlin. The building is known as one of the first modern airports. The architecture is typical for the Nazi era and admittedly impressive. Today the building is used for fares and large events. The airfield is publicly accessible and used as a park.

Drop Shadow Talks: Dragan Espenschied

Den dritten Talk in Johannes P Osterhoffs großartiger Reihe “Drop Shadow Talks” bestritt Dragan Espenschied. Der Vortrag war eine Würdigung des Amateur-Webdesigns, das heute von Facebook & Co bedroht wird. War die gute alte Homepage noch gebastelte Selbstverwirklichung, drohen die Benutzer der aktuellen Community Seiten zu Klickvieh und Inhaltsbeschaffern degradiert zu werden. Die kulturelle Ursuppe des Internets hat einen schwarzen Seitenhintergrund, gerne mit blinkenden Sternen. Espenschied lässt keinen Zweifel daran, dass er das anarchistische Do-It-Yourself-Web nicht nur wegen seines unbedarften experimentellen Designs schätzt, sondern auch für wiederstandsfähiger gegen diverse Kontrollgelüste hält.
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Drop Shadow talks: Lars Harmsen

Der Talk von Lars Harmsen von Magma Design und Slanted bildete den Auftakt zu Johannes P Osterhoffs Drop Shadow Talks. Harmsen gab einen Überblick über Ursprünge und Entwicklung von 3D Effekten in der Typographie. Dabei entdeckte er Gemeinsamkeiten zwischen Heavy Metal Ästhetik und Mediamarkt CI. Man erfuhr, dass das Layout der Bravo komplett in Photoshop entsteht und neue Mitarbeiter ein halbes Jahr angelernt werden müssen diese Feuerwerk für Teenager-Augen Anrichten zu können.

Erstaunlich war die Vehemenz mit der Harmsen sich nach dem – durchaus über den Tellerrand schauenden Vortrag – von der Mediamarkt-Ästhetik abgrenzte und sich dazu verstieg, von den Designern solcher Blätter Verantwortung zu fordern. Geht es hier um ästhetische Volkserziehung? Wäre die Welt besser, wenn die Mediamärkte im dezenten Grau und Schwarz Apple und Mercedes CI gehalten wären. Das größte Problem hätten dann doch wohl genau die Marken die sich mit ästhetischem Purismus  an den gebildeten Sinnesasketen wenden, der es sich leisten kann, den lauten und bunten Marktplätzen der Geschmacksbefreiten fern zu bleiben.

Dass Design immer Abgrenzung ist und im Gegenzug etwas braucht, wovon es sich abgrenzen kann, hat Harmsen im Eifer des Gefechts offenbar vergessen. Auf einigen von Harmsens Slides konnte man kurz zuvor noch sehen, dass Imitation, Übertreibung und sogar Ironie zum Vokabular von Design gehören.